Doppelte Ökonomien / Double Bound Economies

Vom Lesen eines Fotoarchivs aus der DDR (1967 – 1990) /
Reading an East German Photo Archive, 1967–1990

2012
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei
Centre de la photographie Genèva
ETH Zürich (2013)
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http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/en/projekte/bild_und_raum/archiv/doppelte_oekonomien.html
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http://frieze-magazin.de/archiv/kritik/doppelte-oekonomien/?lang=en
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booklet download:
https://www.academia.edu/7812019/Double_Bound_Economies._Reading_an_Archive_from_East_Germany_1967_1990_Leipzig_Geneva_Zurich_Berlin/
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Doppelte Ökonomien wird von Estelle Blaschke, Armin Linke und Doreen Mende kuratorisch geleitet. Es besteht aus einer Ausstellungsreihe (Architektur: Kuehn Malvezzi), einer Publikation (Design: Werkplaats, Arnhem. Verlag: spector books, Leipzig) und einer Website, welche das Archiv öffentlich und langfristig nutzbar macht.
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My new work for the exhibition:

Katrin Mayer
If I put my glasses in the vitrine, they will never break, but will they still be considered glasses?*
Or: Screening an Archive

* quoted after Christian Boltanski

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Material:
Plots mit Fotografien aus dem Archiv Reinhard Mende, 7 Glasscheiben in A0 hängend an Nylonschnüren in unterschiedlichen Höhen (Floatglas grau, Floatglas weiß, Satianto weiß, Chinchilla weiß, Kristallspiegel)

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Ich arbeite oft mit Archiven, dennoch bin ich keine Archivarin. Die Daten sind zwar auf meinen Festplatten gespeichert, aber ich nenne das nicht Archiv. Auch die Bilder von Reinhard Mende sind ein Material, das durch meinen Computer hindurch fließt wie der Datenstrom im Netz. Ich besitze nichts davon. Ich verwende die Bilder, formuliere mit ihnen etwas und lasse sie dann weiter ziehen. Das geschieht dann zwar unter meiner Autorschaft, aber sie ist eine von vielen möglichen. Die eigentliche Arbeit liegt im Weiterschreiben, Um-Schreiben oder Einschreiben der Bilder in einen neuen Zusammenhang. Zwischenräume bilden sich, mit der Lesbarkeiten herausgefordert werden. Kriterien scheinen auf, durch die wir „sehen“ und „lesen“. Mittels dieses Verfahrens ist auch meine neue Arbeit „If I put my glasses in the vitrine, they will never break, but will they still be considered glasses?*“ entstanden. Sie nimmt im Titel ein Zitat von Christian Boltanski auf und stellt es in Beziehung zu ihrer Auswahl an Bildern aus dem Archiv, beispielsweise Frauen bei der Arbeit, die durch Blicke zu Bildern geworden sind. Das Filtern des Materials, im Englischen auch mit dem Wort Screening bezeichnet, löst eine Bewegung aus, durch die die Bilder weiter geführt werden – in Form eines Bild-Essays im Buch und einer Installation im Raum.

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Audio Stream in french about the exhibition on Deutsche Welle:

http://www.dw.de/dw/article/0,,15959010,00.html

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Bilder der Installation in der Halle 14 Leipzig:
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http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030183_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030145_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030193_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030172_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030190_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030144_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030173_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030153_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030143_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030178_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030186_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030125_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030118_v2.jpg
http://katrinmayer.net/files/gimgs/th-18_14_64_l1030177_v2.jpg